HOFFNUNGSTRÄGER*INNEN STUTTGART


Jugendarbeit stärken. Werde ein:e Hoffnungsträger:in!

WIR FORDERN: Teilerhalt von Begleitung von gemeindebezogener Jugendarbeit in Form von 2 Stellen – ½ Jugendreferent*innen pro Region durch eine zweckgebundene Kirchenkreisumlagenerhöhung.

Ausgangslage
Bis 2030: Das Kirchenkreisbudget reicht nur noch für 8,8 von derzeit 15,1 Jugendreferent*innenstellen in den Distrikten.
Folge: Massive Kürzungen in der gemeindebezogenen Jugendarbeit.
EJUS einzige kirchenkreisfinanzierte Einrichtung, die gemeindebezogen arbeitet und mit Budget finanziert wird -> massive Personalkostensteigerungen treffen uns härter als alle anderen, da die Personalkostensteigerungen seit 2018 nicht berücksichtigt sind und wir, wie alle anderen Einrichtungen im Kirchenkreis, eine Einsparquote erbringen Warum Jugendreferent*innen für die Jugendarbeit wichtig sind
Jugendarbeit ist Beziehungsarbeit – Beziehung braucht Menschen – ohne Menschen keine Beziehungsarbeit
Jugendarbeit ist Ehrenamt – Hauptamtliche unterstützen und fördern wirkungsvolles und verantwortungsbewusstes Engagement für Kinder und Jugendliche, besonders bei minderjährigen Ehrenamtlichen.
Jugendarbeit ist Selbstorganisation – Hauptamtliche agieren als Vermittler*innen zwischen selbstständiger Jugendarbeit und Auftrag der Gemeinde. Sie schaffen damit förderliche Rahmenbedingungen für erlebbare Partizipation.
Konkrete Zahlen

2 Jugendreferent*innenstellen kosten 2031: 1.653,82 € pro 1000 Gemeindemitglied/Jahr
Durchschnittlich ermöglicht ein*e Jugendreferent*in ~1120 Teilnahmeanlässe für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene und begleitet ~125 Engagementanlässe für ehrenamtliche Mitarbeitende. 28% der Angebote werden ohne hauptamtliche Person durchgeführt.
Möglichkeiten für die Entlastung der Haushalte der Kirchengemeinden: Gemeindefeste zugunsten der Jugendarbeit, Gottesdienstspenden für die Jugendarbeit, Fördervereine (Gründung, Stärkung, …), Spendenaufrufe

Wir brauchen eine mutige Zukunftsperspektive:

Wir wollen unabhängig von Ressourcenveränderungen relevanter für die Jugend und unsere Gesellschaft werden. Wir wollen Freiheit und Räume für Partizipation sichern, da sich junge Menschen dies in anderen Räumen suchen. Wir wollen, dass die Evangelische Jugendarbeit Ort gelebten Glaubens und Gemeinschaft bleibt. Wir wollen, dass die Evangelische Jugendarbeit Ort gelebten Glaubens und Gemeinschaft bleibt.

Zahlen und Fakten

Forderung: 2 Jugendreferent*innenstellen – ½ pro Region Jährliche Umlagenerhöhung je 1000 Gemeindemitglieder für 2 Stellen:

2026 2027 2028 2029 2030 2031
1.461,73 € 1.498,28 € 1.535,73 € 1.574,13 € 1.613,48 € 1.653,82 €

Berechnet mit: Gemeindeglieder (31. Dezember 2024): 116.832

Jährliche Kosten für 2 Jugendreferent*innenstelle nach EG10*3 (personenunabhängig):

2026 2027 2028 2029 2030 2031
170.777,14 € 175.046,57 € 179.422,73 € 183.908,30 € 188.506,01 € 193.218,66 €

Alle Zahlen sind Prognosen und als Richtwerte zu verstehen.

Jugendarbeit – Beziehungsarbeit. 100% Jugendreferent*in…

  • ermöglicht ~1120 Teilnahmeanlässe für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene
  • begleitet ~125 Engagementanlässe für ehrenamtliche Mitarbeitende.
  • 28% der Angebote werden ohne hauptamtliche Person durchgeführt.
  • (Durchschnittswerte nach der EJUS Statistik 2024)

 

50% Jugendreferent*innenstelle kann folgendes bedeuten…

  • Organisation, Vorbereitung und begleitende Durchführung einer TRAINEE-Gruppe
  • Durchführung eines Mitarbeitenden Wochenende, inkl. Vor- und Nachbereitung
  • Organisation und Vorbereitung eins Mitarbeitenden-Schulungstages
  • Organisation und Durchführung eines wöchentlichen KonfiClubs
  • Durchführung eines KonfiCamps, im Team
  • Organisation, Vorbereitung und begleitende Durchführung von 5 Jugendgottesdiensten
  • Organisation und begleitende Durchführung von Kirche Kunterbunt
  • Organisation und Durchführung einer Familienfreizeit am Wochenende
  • Ansprechperson für ~40 ehrenamtlich Engagierten, Begleitung von 4-5 Gruppen-Teams
  • Begleitung des Distriktsjugendausschuss

FAQ

Was ist die Entscheidung des Kirchenkreisausschusses?

Hier das Statement der Kirchenkreisleitung

Wir akzeptieren die Kürzungen und wollen unseren Teil dazu beitragen. Jedoch ist im Prozess ein Problem bekannt geworden, dass sich kurz und knapp so darstellen lässt:
Die inhaltliche Kürzungsentscheidung hat eine Reduzierung in der gemeindebezogenenen Jugendarbeit von 15,1 auf ~12,8 Stellen ergeben. Die EJUS erhält zwar „nur“ 15% weniger Budget, doch durch die Personalkostensteigerungen seit 2018 müssen bis Ende 2030 42% der Personalkosten eingespart werden, was eine Reduzierung auf 8,8 Stellen bedeutet. Die EJUS ist die einzige budgetfinanzierte Einrichtung im Kirchenkreis, die gemeindebezogen arbeitet. Und damit hat die Entscheidung, das Budget nicht an die Personalkosten anzupassen, direkte Auswirkungen auf die Gemeindearbeit mit jungen Menschen.

Bei einer angenommenen jährlichen Personalkostensteigerung von 2,5% kostet eine Jugendreferent*innenstelle (EG10 Stufe 3) im Jahr 2031 ~96.600 €.

Für uns gibt es zwei wichtige Punkte dafür:
1. Im März werden beim FORUM26 die neuen Stellenzuschnitte der Jugendreferent*innen (spätestens ab 2031) vorgestellt. Um die möglichen Veränderungen der Ressourcen einbeziehen zu können, ist es für den Geschäftsführenden Ausschuss wichtig, die zur Verfügung stehenden Ressourcen schnellstmöglich zu kennen – denn für den Prozess werden die Stellen bereits ein Wochenende später bei der GA-Klausur zugeschnitten werden müssen.
2. Der in der Synode am 15.11. beschlossene Haushaltsplan betrifft die Laufzeit der Umsetzung der beschlossenen Kürzungen. Mit unserem Anliegen werden die Kürzungsentscheidungen nochmal inhaltlich hinterfragen, weshalb es für uns als Diskussionsthema in die Synode am 15.11. gehört.

Die aktuelle finanzielle Lage der Evangelischen Jugend Stuttgart zieht bereits heute viele negative Konsequenzen mit sich. Die evangelische Jugend Stuttgart muss in den nächsten Jahren, wie alle anderen Einrichtungen des Kirchenkreises, die Kürzungen erbringen. Um diese gut gestalten zu können und die im Zukunftsprozess dann beschlossenen Umstrukturierungen gut umsetzen zu können, benötigen wir gut aufgestellte hauptamtliche Begleitung vor Ort. Oder anders gesagt: Dort, wo es gerade aufgrund der finanziellen Lage schon lange andauernde Vakanzen gibt, muss die Jugendarbeit wieder gestärkt werden, um gut in die Umstrukturierungsprozesse eingebunden zu werden. Das Geld bereits jetzt zu investieren, bringt uns 2031 sehr viel mehr, als mit der weiterhin sehr angespannten finanziellen Lage durch die Umstrukturierung zu gehen, um dann danach eine kleine finanzielle Entlastung zu erhalten.

Die Entscheidung wird in der Kirchenkreissynode von den gewählten Vertreter*innen getroffen. Trotzdem geht es natürlich um wichtige finanzielle Entscheidungen, deren Konsequenzen vor Ort und in der Mitverantwortung der Kirchengemeinderäte liegen. Deshalb ist es uns wichtig, die Entscheidungsträger*innen von vor Ort miteinzubeziehen. Der KGR selbst muss – soweit wir er verstehen – nichts vor Ort beschließen.

In Stuttgart gibt es 4 Dekanatsbezirke, . In der EJUS nennen wir sie Regionen. Hier findest du die Regionen mit den zugehörigen Distrikten.
Fildern/Degerloch: Plieningen-Birkach (Plieningen-Hohenheim, Birkach, Asemwald-Schönberg), Möhringen (Möhringen-Fasanenhof-Sonnenberg), Degerloch (Degerloch, Hoffeld), Vaihingen (Vaihingen-Büsnau, Rohr-Dürrlewang), Sillenbuch (Sillenbuch-Heumaden, Riedenberg)
Innenstadt/Stuttgart: Mitte/Süd (Markus-Haigst, Heslach, Thomaskirche), Mitte (Leonhards, Hospitalviertel, Stiftskirche), West (Paul-Gerhardt-Kirche-Pauluskirche-Johanneskirche, Botnang, Gedächtniskirche-Rosenbergkirche-Waldkirche), Ost (Heilandskirche Berg, Christuskriche, Friedenskriche, Lukaskirche, Gaisburg, Petruskirche), Nord (Brenzkirche-Erlöserkirche-Martinskirche)
Bad Cannstatt/Bad Cannstatt: Obere Neckarvororte links (Wangen, Hedelfingen-Rohracker-Frauenkopf), Obere Neckarvororte rechts (Obertürkheim-Uhlbach, Untertürkheim Stadt-Wallmer, Gartenstadt-Rotenberg), Bad Cannstatt (Lenore-Volz, Stadtkirche, Lutherkirche, Steigkirche), Untere Neckarvororte rechts (Hofen.Steinhaldenfeld-Neugereut), Untere Neckarvororte links (Mühlhausen, Münster)
Zuffenhausen/Zuffenhausen: Himmelsbogen (Freiberg-Mönchfeld, Zuffenhausen-Rot, Zazenhausen, Stammheim), Feuerbach, Weilimdorf

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